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Alarmplan Main

07.07.2026
Warnstufe "Alarm" aufgehoben!

Achtung!

Auf Grundlage des „Alarmplans Main – Gewässerökologie“ wird aufgrund gesunkener Wassertemperaturen und eines noch vorhandenen Sauerstoffdefizits auf die Warnstufe „Warnung“ für den Meldebereich 1, der von der Landesgrenze zwischen Bayern und Hessen bei Kahl a.M. (Main-km 66,6) bis Würzburg (Main-km 252,3) reicht, abgestuft. Die Warnstufe „Alarm“ ist damit aktuell auf der gesamten Länge des Mains in Unterfranken aufgehoben. Für den Meldebereich 2 von Würzburg Richtung Bamberg (Flusskilometer 252,3 bis 384,2) hat sich die Situation soweit entspannt, dass von der Warnstufe „Warnung“ auf „Vorwarnung“ abgestuft werden konnte. Die Wassermenge (Abfluss) geht seit gestern zurück und der Abfluss schwankt deutlich. Die Entwicklung der Lage wird weiter beobachtet.

Aufgrund der weiteren, vor allem nächtlichen Abkühlung hat sich die gewässerökologisch zuletzt kritische Lage inzwischen weiter entspannt. Im Meldebereich 1 ist die Wassertemperatur allerdings immer noch mit Werten über 26°C im 3-Stunden-Mittel auf dem Niveau der „Warnung“, die Tendenz in Richtung weiter fallender Wassertemperaturen ist aber deutlich. Der Sauerstoffgehalt im Main ab der Stauhaltung Obernau bis zur Landesgrenze nach Hessen ist weiterhin angespannt. In Kahl a.M. schwankt der Sauerstoffgehalt um 6 mg/l. Die Uniper Kraftwerke GmbH betreibt die Turbinenbelüftung am Wasserkraftwerk Kleinostheim bereits seit 02.07.2026 und hält diese vorerst aufrecht, um damit die Lebensbedingungen für Fische und Kleinlebewesen zu verbessern. Die Lage ist insgesamt aber soweit entschärft, dass von der Warnstufe „Alarm“ auf die Warnstufe „Warnung“ abgestuft werden kann.

Im oberhalb liegenden Meldebereich 2 sind die Wassertemperaturen mit 23 bis 24°C wieder im unkritischen Bereich. Der Sauerstoffgehalt in Trunstadt lag am vergangenen Wochenende bei knapp über 6 mg/l und befindet sich damit ebenfalls noch im normalen Bereich. Allerdings sinkt der Abfluss bei Trunstadt seit dem Wochenende ab und fällt streckenweise unter die Vorwarnschwelle von 45 m³/s. Da nach dem Ablaufen des Niederschlagswassers der letzten Tage mit einer weiteren Reduzierung des Abflusses zu rechnen ist, wird der Meldebereich in „Vorwarnung“ belassen. Die Überleitung von Wasser aus dem Donaugebiet unterstützt den Abfluss im Main, jedoch auf etwas geringerem Niveau als letzte Woche.

Es wird erwartet, dass sich die Gesamtsituation hinsichtlich der Wassertemperatur und des Sauerstoffgehaltes am unterfränkischen Main im Laufe der Woche weiter verbessern kann. Die Abfluss-Situation könnte sich dagegen verschärfen. 

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