17.04.2009

Pressemitteilung"Kollenberger Forst" zwischen Dorfprozelten und Collenberg aufgeteilt

Etwas mehr Gewichtung, leider nur an Flächengröße, haben die beiden Ortschaften Dorfprozelten und Collenberg in diesem Jahr erfahren. Das ehemals gemeindefreie Gebiet zwischen Dorfprozelten und Fechenbach, der staatseigene Waldbesitz "Kollenberger Forst" mit 273 Hektar Größe wurde nun flächenmäßig Dorfprozelten und Collenberg zugemessen.  Zwischen den Gemeinden Fechenbach und Dorfprozelten bestanden bisher zwei Gemarkungsgrenzen, denn genau zwischen beiden Ortsteilen liegt ein Waldstück, das dem Staat gehört und sozusagen einen Keil zwischen beiden Gemarkungen bildet.

Auf Antrag der Gemeinden Collenberg und Dorfprozelten aus dem Jahr 2007 unter den damaligen Bürgermeistern Ludwig Riedel und Karl Heinz Glock sollte das Gebiet aufgeteilt und in die Gemarkungen der beiden Gemeinden aufgeteilt werden. Dies bedeutet aber nicht, dass dadurch der staatliche Grundbesitz in das Eigentum der Gemeinden übergeführt wird, der Staat bleibt weiterhin alleiniger Besitzer und Eigentümer. Aufgelöst wurde nur das bisher gemeindefreie, außermärkische Gebiet, so dass nun die Gemarkungsgrenzen beider Orte direkt aneinander stoßen. Die Vorteile dieser Maßnahme für beide Gemeinden sind nicht bedeutend, einerseits wurde das Gemarkungsgebiet dadurch etwas größer und aus finanzieller Sicht erhalten die Gemeinden nun die anfallende Grundsteuer.

In den Ratsgremien hatte man sich geeinigt, dass der bestehende "Dorfprozelter Grundweg", heute auch "Ameisenweg" genannt, die neue Grenze zwischen beiden Orten bilden soll. Das ist ein natürliches Trockental, das den Kollenberger Forst aufteilt. Von den 272 Hektar fielen dadurch 94 Hektar an Dorfprozelten und 178 Hektar an Collenberg. Die Abmarkung geschah unter der Leitung des Vermessungsamtes Aschaffenburg, Außenstelle Klingenberg mit den Feldgeschworenen beider Gemeinden. Die neuen Grenzsteine erhielten römische Zahlenzeichen, um sie von den alten Gemarkungssteinen unterscheiden zu können. Außerdem sind sie mit Magneten unterlegt, um sie mit speziellen Geräten wieder genau orten zu können. Nicht betroffen von dieser Maßnahme ist das Gebiet um die Kollenburg, die innerhalb der Gemarkung von Dorfprozelten liegt.


 

 

 

 

Das Bild zeigt eine Abordnung mit den Bürgermeistern, einigen Gemeinderäten und Feldgeschworenen der Gemeinden Collenberg und Dorfprozelten sowie Herrn Will vom Vermessungsamt Klingenberg bei der Besichtigung des neuen Grenzverlaufes.

 

 

 

Pressemitteilung, Verfasser: Georg Veh