18.01.2012

PressemitteilungDie elektronische Lohnsteuerkarte startet später

Der Start der elektronischen Lohnsteuerkarte wurde wegen unerwarteter technischer Probleme bundesweit um ein Jahr auf den 1. Januar 2013 verschoben. Gründe hierfür sind laut Bundesministerium Verzögerung bei der technischen Erprobung des Abrufverfahrens. D.h., die Lohnsteuerkarten von 2010 bzw. die vom Finanzamt ausgestellten Ersatzbescheinigungen von 2011 (mit Angabe von Steuerklasse, Kinderfreibeträge, Kirchensteuermerkmal und Freibeträge) gelten bis zum Start des Verfahrens - also auch für das Jahr 2012 - weiter.

Haben sich gegenüber den Eintragungen auf der Lohnsteuerkarte bzw. Ersatzbescheinigung keine Änderungen ergeben, muss nichts weiter veranlasst werden. Stimmen jedoch die eingetragenen Lohnsteuermerkmale nicht mehr (zu günstige Steuerklasse oder zu hohe Zahl der Kinderfreibeträge), muss der Arbeitnehmer diese beim Finanzamt ändern lassen. Er erhält dort auf Antrag einen Ausdruck der geänderten Lohnsteuerabzugsmerkmale oder eine neue Ersatzbescheinigung und legt diese seinem Arbeitgeber als Grundlage für den Lohnsteuerabzug vor.

Bei einem Arbeitgeberwechsel muss der Arbeitnehmer (wie bisher auch) dem neuen Arbeitgeber die Lohnsteuerkarte 2010 bzw. die Ersatzbescheinigung aushändigen.
 

Bei Fragen zum Übergangszeitraum bis zum voraussichtlichen Start  des Arbeitgeber-Abrufverfahrens am 1.1.2013 und bei allgemeinen Fragen zum ELStAM-Verfahren können Sie sich an die bayerische ELStAM-Hotline wenden.
Diese steht Ihnen von Montag bis Donnerstag von 8.00 bis 17.00 Uhr und Freitag von 8.00 bis 16.00 Uhr zur Verfügung: Telefon-Nr. 089 1222217
 

Weitere Infos:
Informationen für Arbeitnehmer
Informationen für Arbeitgeber
Informationen des Bundesfinanzministeriums zur elektronischen Lohnsteuerkarte