03.07.2014

PressemitteilungVerabschiedung von Pfarrer Nikolaus Stanek



Verabschieden musste sich die Pfarreiengemeinschaft „Sankt Nikolaus Süd - Spessart“ von ihrem Seelsorger Dekan Nikolaus Stanek am Sonntagnachmittag in der Pfarrkirche St. Vitus in Dorfprozelten. Nach 16 Jahren im Südspessart wechselt Dekan Stanek in die Pfarreiengemeinschaft Eußenheim bei Karlstadt. Im Südspessart oblag ihm in den letzten Jahren die seelsorgerische Betreuung in Dorfprozelten, Fechenbach, Neuenbuch, Reistenhausen und Stadtprozelten. In einem feierlichen Dankgottesdienst im vollbesetzten Gotteshaus, den er gemeinsam mit Stadtpfarrer Jürgen Banschbach von Wertheim, Diakon Günter Scheurich und 50 Ministranten zelebrierte, fand die offizielle Verabschiedung statt, musikalisch umrahmt von der Singgruppe des Frauenbundes unter Leitung von Emmi Fichtl und der Band „Crossroads“. Dankesworte für die Kirchenverwaltungen und Pfarreiengremien aller beteiligten Gemeinden überbrachte Kirchenpfleger Dietmar Fichtinger, Stadprozelten: „Ihr Wirken hier bei uns im Südspessart war geprägt von gegenseitiger Wertschätzung, Sie haben viele erfolgreiche Neuerungen für unser Glaubensleben gebracht“, so Fichtinger. Als Dank überreichte er eine Nikolausstatue, geschnitzt von dem heimischen Hobbykünstler August Siebenlist. Bürgermeister Dietmar Wolz, Dorfprozelten, würdigte den Einsatz in freudigen wie auch traurigen Anlässen und bedankte sich für das große Engagement auf seelsorgerischem Gebiet in der Gemeinde. Bürgermeisterin Claudia Kappes, Stadtprozelten, lobte die vorausschauende und –planende Sorgfalt zur Erhaltung des kirchlichen Lebens in seinem Wirkungsbereich. Bürgermeister Karl Josef Ullrich, Collenberg, hob hervor, dass  Pfarrer Stanek nicht nur in Glaubensangelegenheiten, sondern oft auch als Manager und  engagierter Organisator in den fünf zu betreuenden Kirchengemeinden gefragt war. Der Vorsitzende des örtlichen Vereinsringes, Paulinus Hohmann, betonte in seiner Laudatio, dass Stanek auf gute Beziehungen zu den Vereinen in den einzelnen Ortschaften großen Wert legte. Da Stanek auf persönliche Geschenke verzichtet hatte, spendeten die Redner einen Geldbetrag für ein Tansaniaprojekt, das dem Seelsorger sehr am Herzen liegt.

Dekan Stanek zeigte sich beeindruckt über die vielen Lobesworte. „Hier im Spessart habe ich eine neue Heimat gefunden, hier habe ich die intensivste Zeit meines bisherigen Lebens verbracht“, hob er hervor, „ aber fünf Gemeinden seelsorgerisch gleichmäßig zu versorgen, das war keine leichte Aufgabe. "Ich habe hier in meiner Amtszeit 273 Kinder getauft, durfte 543 Schüler hin zur Erstkommunion führen, 554 Jugendliche auf das Sakrament der Firmung vorbereiten, habe 80 Brautpaare getraut und musste 449 Menschen mit zu Grabe tragen“, so Stanek. Er bedankte sich bei allen Einzelpersonen und den kirchlichen Gremien für die Unterstützung und die seelsorgerische Mitarbeit.  Er bat die Gemeinden, sich weiterhin für ein aktives Glaubensleben einzusetzen und der Kirche treu zu bleiben.

Im Pfarrheim  hatten dann alle aus der Pfarreiengemeinschaft die Gelegenheit, sich persönlich von Pfarrer Stanek zu verabschieden. Einen musikalischen Gruß für den neuen Wirkungskreis überbrachten die Schifferkapelle „Frankonia“ und der Männergesangverein „Liederkranz“ unter der Stabführung von Erich Kohlhepp.

 

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Von links: Klaus Zöller, Kirchenpfleger in Dorfprozelten, Dekan Nikolaus Stanek und Dietmar Fichtinger, Stadtprozelten.

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 Mit einem bildlichen „Auf Wiedersehen“ verabschiedeten sich die Ministranten von ihrem „Chef“.

Text und Bilder: Georg Veh