22.12.2010

PressemitteilungProbebohrungen im ehemaligen Deponiebereich im Tal

Eine Überraschung hatte der Gemeinderat in seiner Jahresabschlusssitzung für die Einwohner der Gemeinde noch zu verkünden. Bei den 'Rekultivierungsplanungen für die große Erdaushub- und Bauschuttdeponie im Bereich Höhberg/Sellgrund sind die Behörden des Landratsamtes Miltenberg darauf gestoßen, dass die Gemeinde auch noch eine Altdeponie im Tal hat. Sie ist im Altlastenkataster aber nicht als akut eingestuft. Trotzdem hat das Landratsamt beim Wasserwirtschaftsamt eine orientierende Untersuchung anordnen lassen, das heißt, dass an ausgewählten Stellen mit dem Bagger Löcher ausgehoben und Bodenproben vom Aushub genommen werden.



 

Bürgermeister Dietmar Wolz informierte das Gemeinderatsgremium, dass diese Altdeponie der Bodenschutzverordnung zugeordnet ist, für die jetzt angeordnete Untersuchung entstehen für die Gemeinde keine Kosten. Nach Aussage des Landratsamtes ist es das Ziel der Regierung, alle im Altlastenkataster geführten Deponien bis zum Jahre 2020 auf ihre Umweltverträglichkeit hin untersuchen zu lassen. Dorfprozelten wäre hier im Zuge dieser Maßnahmen in den nächsten Jahren sowieso einbezogen worden.

Die orientierende Untersuchung der Altdeponie im Tal, die um 1965 geschlossen worden war, wurde am Donnerstag letzter Woche nun bereits durchgeführt. Bürgermeister Wolz wies darauf hin, dass die genommenen Bodenproben jetzt untersucht werden. Sollten keine die Umwelt gefährdenden Schadstoffe auftauchen, wird die Deponie aus dem Altlastenkataster gestrichen. Werden aber gefährdende Stoffe gefunden, müssten weitere Detailuntersuchungen durchgeführt werden. Dies wird jedoch dann über das Landrats- und Wasserwirtschaftsamt beauftragt. Die Gemeinde hat sicherheitshalber bei der Gesellschaft für Altlastenbeseitigung einen Antrag auf Förderung im Falle einer notwendigen Sanierung gestellt.

Text und Bild: Georg Veh