09.09.2015

PressemitteilungFeuerungsanlagen für feste Brennstoffe





Vollzug des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG)
Vollzug der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1.BImSchV)
Ende der Übergangsregelung für Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe


Liebe Betreiber von Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe,  
 

am 22. März 2010 ist die geänderte Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) in Kraft getreten. Unter anderem wurden mit dieser Änderung neue Grenzwerte für Staub und CO für Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe mit einer Nennwärmeleistung von 4 Kilowatt oder mehr festgelegt, ausgenommen Einzelraumfeuerungsanlagen. Für bereits bestehende Feuerungsanlagen gab es Übergangsregelungen, abhängig von dem Zeitpunkt der Errichtung und abhängig von der Nennwärmeleistung.

Betreiber von bestehenden Feuerungsanlagen mit einer Nennwärmeleistung von mehr als 15 Kilowatt hatten die Einhaltung der für die Übergangszeit festgesetzten Anforderungen von einer Schornsteinfegerin oder einem Schornsteinfeger überwachen zu lassen. Abhängig von dem Zeitpunkt der Bekanntgabe einer geeigneten Messeinrichtung, wurden bei diesen Feuerungsanlagen in der Zeit von Mitte 2013 bis Ende 2014 vom Schornsteinfeger Messungen durchgeführt.

Wir weisen hiermit darauf hin, dass die ersten Übergangsvorschriften zum 01. Januar 2015 ausgelaufen sind. Das bedeutet, dass Feuerungsanlagen, die bis einschließlich 31. Dezember 1994 errichtet worden sind seit 01. Januar 2015 die strengeren Grenzwerte einzuhalten haben. Zum Beispiel dürfen Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe, wie z.B. naturbelassenes Holz, mit einer Nennwärmeleistung von 4 kW oder mehr, ausgenommen Einzelraumfeuerungsanlagen, folgende Emissionsgrenzwerte für Staub und Kohlenstoffmonoxid (CO) nicht überschreiten:

Staub:             0,10 g/m³
?
CO:                 1,0   g/m³.

Die Einhaltung der Anforderungen sind einmal in jedem zweiten Kalenderjahr durch eine Schornsteinfegerin oder einen Schornsteinfeger durch Messungen feststellen zu lassen.

Die Betreiber von Feuerungsanlagen, bei denen die ersten Messungen bereits gemacht worden sind, haben nach der Messung die Messbescheinigung von dem Kaminkehrer ausgehändigt bekommen. Auf dieser Messbescheinigung sind sowohl die jeweiligen Eckdaten, wie Zeitpunkt der Errichtung, Nennwärmeleistung und gemessene Staub und CO-Werte aufgeführt. Anhand dieser Messbescheinigung kann jeder Betreiber erkennen, ob seine Anlage bereits die strengeren Werte einhalten muss, ob diese evtl. bei der letzten Messung schon eingehalten worden sind oder ob er vielleicht noch längere Übergangsfristen hat, weil die Anlage erst zu einem späteren Zeitpunkt errichtet wurde.

Sofern ersichtlich ist, dass die Werte seit 01.01.2015 nicht mehr den Anforderungen der Verordnung entsprechen, hat der Betreiber Maßnahmen zu ergreifen (Umrüstung, Neuinstallation, Stilllegung), die dazu führen, dass die Anforderungen eingehalten werden. So ist der Betreiber bei der nächsten, nun bald anstehenden Wiederholungsmessung, vor bösen Überraschungen sicher und muss sich nicht während der Heizperiode mit einem unangenehmen Umbau plagen.

Für evtl. Rückfragen stehen Ihnen die Ansprechpartner beim Landratsamt Frau Ulrike Kolb (Tel.: 09371/501-295) oder deren jeweilige Vertretung gerne zur Verfügung.