03.07.2017

PressemitteilungÄnderung des Unterhaltsvorschussgesetzes zum 01.07.2017

Unterhaltsvorschuss ist eine staatliche Leistung, die den Ausfall von Unterhaltszahlungen für minderjährige Kinder abmildern soll. Die Reform des Unterhaltsvorschussgesetzes soll der wachsenden Kinderarmut gegensteuern.

Zum 01.07.2017 wird das Gesetz folgendermaßen erweitert:
  • Die Höchstaltersbezugsdauer von bisher 72 Monaten wird aufgehoben und kann bis zu 18 Jahren betragen.
  • Die Altershöchstgrenze wird von bisher dem 12. bis zum 18. Lebensjahr ausgeweitet.
  • Für Kinder ab 12 Jahren besteht Anspruch, wenn das Kind keine ALG II Leistungen bezieht oder der alleinerziehende Elternteil über ein eigenes Einkommen von mindestens 600 brutto verfügt.

Ab Juli 2017 werden folgende Beträge gewährt:

  • für Kinder von 0 bis unter 6 Jahren 150 Euro
  • für Kinder von 6 bis unter 12 Jahren 201 Euro
  • für Kinder von 12 bis unter 18 Jahren 268 Euro.

Kommt der haushaltsferne Elternteil seiner Unterhaltsverpflichtung nicht nach, so übernimmt der Staat diese Aufgabe im o.g. Umfang.

Anträge auf Unterhaltsvorschussleistungen erhalten Sie bei folgenden Stellen:

  • bei der UVG-Stelle des Sachgebietes Kinder, Jugend und Familie (Landratsamt)
  • beim Einwohnermeldeamt (in Verbindung mit der erweiterten Meldebescheinigung)
  • auf der Internetseite des Kreisjugendamtes
  • beim Jobcenter des Landkreises

Die Sachbearbeiterinnen für Unterhaltsvorschuss sind wie unten stehend zu erreichen:

Alexandra Burek          09371 501-230
Angelika Hofmann        09371 501-231
Sibylle Schlesinger        09371 501-229
Anja Wiesner               09371 501-229

oder unter E-mail:  uvg@lra-mil.de